Archiv für Dezember 2013

Das war wohl nichts. warum wir bei der „Freiheit stirbt mit Sicherheit“-Demo lieber früher nach Hause gegangen sind.


Wir hatten mit unseren FreundInnen von der Anarchistischen Gruppe Freiburg zur Teilnahme an der „Freiheit stirbt mit Sicherheit“-Demo aufgerufen. Auf dem Weihnachtsmarkt angekommen freuten wir uns sehr, dass so viele Menschen ebenfalls den Weg zu der Demonstration gefunden hatten. Nach dem offiziellen Auftakt der Demonstration war es mit der Freude allerdings schnell vorbei: Die Demo wurde mit einem Redebeitrag eröffnet, der inhaltlich und rhetorisch das Prädikat unterirdisch verdient. Die Rede wirkte stellenweise schlicht wirr und darüber hinaus übte sich der Vortragende in ökonomisch unsinniger und verkürzter Kritik und glitt in verschwörungstheoretische Ausführungen ab, welche für uns schlichtweg nicht tragbar waren. Zunächst distanzierten wir uns, indem wir spontan einen eigenen Block am Ende des Demozuges bildeten. Als die Demonstration am Bertoldsbrunnen angelangte, wurde deutlich, dass viele von uns keine Lust auf eine weitere Teilnahme hatten.1 Die programmatische Eröffnung war schlichtweg mit unseren Positionen völlig unvereinbar und führte unser Banner mit der Aufschrift „Kapitalismuskritik statt Spekulantenschelte“ zu einem gewissen Maß ad absurdum. (mehr…)

14.12. Demo-Aufruf: Fight Racism & Nationalism & Capitalism!

4. Oktober 2013: Über 300 Menschen ertrinken vor der italienischen Insel Lampedusa. Die Bestürzung in der deutschen Presse ist groß. Bundespräsident Joachim Gauck fordert einen besseren Schutz für Flüchtlinge.

9. Oktober 2013, Duisburg: Im Keller eines von Roma bewohnten Hauses werden alte Sachen in Brand gesteckt. 42 Menschen müssen auf’s Dach fliehen und von der Feuerwehr von dort gerettet werden. 17 von ihnen erleiden eine Rauchgasvergiftung. Trotz Stimmungsmache gegen die Betroffenen von Seiten der Bevölkerung und einer Pro-Deutschland-Kundgebung kann die Polizei bislang kein rechtes Motiv erkennen.

12. Oktober 2013, Güstrow: Unbekannte werfen durch ein Fenster einen Feuerwerkskörper in den Keller des Asylbewerberheims. Es kommt zu starker Rauchentwicklung. Schon im April war das Haus mit rechten Parolen beschmiert worden. (mehr…)

Stellungnahme zur Kritik an unserem Aufruf zu einer Kungebung gegen Antisemitismus (25.11.2013)

Zu unserer Freude folgten deutlich über 60 Personen unserem Aufruf, am 26.11. gegen Antisemitismus in Freiburg zu demonstrieren. Wir möchten uns bei dieser Gelegenheit nochmal bei allen bedanken, die trotz Kälte ein Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt haben. Wir sind uns darüber im Klaren, dass nicht alle TeilnehmerInnen unsere im Aufruf dargelegten politischen Positionen gänzlich teilen, sondern einige auch hauptsächlich aus Empörung über die in Freiburg zum Glück außergewöhnliche Schändung des Denkmals für die Opfer der Shoah zu uns stießen.

Es wurde im Zuge und im Vorfeld dieser Veranstaltung Kritik an unserem untenstehenden Text geäußert, auf welche wir in der gebotenen Kürze eingehen wollen. (mehr…)

Schneckenkorn und Taubengift zum 9. November: Sind nur Antisemiten antisemitisch?

Stellungnahme der Antifaschistischen Initiative Freiburg zur Karikatur des Horst Haitzinger (erschienen in der Badischen Zeitung am 9.11.2013) anlässlich der Atomverhandlungen mit dem Iran.
Karikatur

Die Friedenstaube schleicht sich quälend langsam zum Ziel, nämlich einer „Iran-Atom-Lösung“, was auch immer sich der Karikaturist darunter vorstellte. Um die Langsamkeit der Verhandlungen zu verdeutlichen, stellt er die Botschafterin des Friedens als Schnecke mit Taubenkopf dar. (mehr…)