Archiv für November 2014

Verteil- und Banneraktion bei Gedenkfeier im Münster

Gestern Abend fand um 20 Uhr im Münster ein „Ökumenisches Abendgebet zum 70. Jahrestag der Bombardierung von Freiburg“ statt. Um unsere Kritik, die wir in der diese Woche veröffentlichten Broschüre „Geschichte. Gedenken. Ideologie. Eine Kritik anlässlich des 70. Jahrestags der Bombardierung Freiburgs.“ formuliert haben, in die Öffentlichkeit zu tragen, besuchten auch wir das Münster vor der Gedenkfeier.

Mit einem Transparent vor dem Haupteingang drückten wir unseren Dank an die Alliierten für ihren Kampf gegen die deutsche Barbarei aus. Zudem verteilten wir etwa 150 Broschüren an die Besucher*innen des Abendgebets. Hierbei kam es für uns zu keinerlei Schwierigkeiten. Mit dieser Aktion wollten wir unsere Positionen auch jenseits linker Kreise bekannt machen und hoffen bei dem einen oder der anderen Besucher*in einen Denkanstoß ausgelöst haben zu können und Positionen, die das Bombardement Freiburgs als Naturkatastrophe von seinem historischen und politischen Kontext lösen, etwas entgegengesetzt zu haben.

„Es geht gar nicht wirklich um Gedenken“ – Interview im RDL Morgenradio am 27.11.14

Heute haben wir im Morgenradio von Radio Dreyeckland unsere Broschüre „Geschichte. Gedenken. Ideologie. Eine Kritik anlässlich des 70. Jahrestags der Bombardierung Freiburgs“ vorgestellt und erläutert, was wir am offiziellen Gedenken zum 70. Jahrestag der Bombardierung Freiburgs am 27. November 1944 kritisieren.

Aber hört selbst: >Klick<

Geschichte. Gedenken. Ideologie. Eine Kritik anlässlich des 70. Jahrestags der Bombardierung Freiburgs.

Einleitung der Broschüre

Am Abend des 27. November 1944 erfolgte ein Luftangriff auf die Stadt Freiburg im Breisgau, bei dem knapp 2800 Menschen ums Leben kamen. Orientiert man sich an der gegenwärtigen Berichterstattung der führenden Freiburger Tageszeitung „Badische Zeitung“ oder am offiziellen Gedenkband „Dem Vergessen entreißen“, der vor kurzem anlässlich des 70. Jahrestages der Bombardierung im Rombach-Verlag erschien, drängt sich der Eindruck auf, die Bomben wären aus heiterem Himmel auf eine friedliche, vom Zweiten Weltkrieg gänzlich unberührte Studenten- und Lazarettstadt gefallen. Tatsächlich fielen die Bomben nicht vom Himmel, sondern aus Flugzeugen der Royal Air Force. Dass diese an jenem Herbsttag über Freiburg flogen, hatte seine Gründe: Die Bomben gingen auf eine Stadt nieder, deren Bevölkerung in weiten Teilen, wie im restlichen Deutschen Reich, dem Nationalsozialismus auch im Angesicht der sicheren Niederlage bis zum Äußersten die Treue hielt. Während die alliierten Piloten über Freiburg ihr Leben riskierten, liefen im Osten die Vernichtungslager auf Hochtouren. Der Versuch, die alliierten Luftangriffe vom deutschen Vernichtungskrieg zu trennen, sie gänzlich zu entkontextualisieren, sie zu einer Art Naturkatastrophe zu verklären und am Ende mit den beispiellosen deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg sogar gleichzusetzen, ist als solcher zu benennen und zu kritisieren. Es ist das Ziel dieser Broschüre, diese Kritik zu leisten.
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Technoparty gegen den Normalzustand

Facebook-Veranstaltung

Ab 22 Uhr Techno von:

Simon Heat | Stuttgart
Mr. Bardo | Freiburg
Citizenfour | Freiburg

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Reaktionäres Gedenkgejammer in der ganzen Stadt, HoGeSa’s bundesweit, Abschiebungen aus Freiburg, der allgemeine kapitalistische Verwertungszwang und diese Woche schon wieder keine Gitterkartoffeln in der Mensa! Das ist der Normalzustand und er ist ätzend! Da aber eh niemand zur Revolution kommt, wenn’s kalt ist und regnet, ist unsere (provisorische) Lösung: Technoparty!

Wir wollen, dass ihr so lange mit uns feiert, bis ihr „herrschaftsfreie Weltgesellschaft“ zwar nicht mehr aussprechen könnt, aber dafür so richtig klassenlos seid! Gebt euch der Idiotie des Nachtlebens hin und bewegt eure verschwitzten Körper so lange unter unserem Strobo-Schein, bis euer eigentliches Wesen hervortritt und trinkt so viel, dass ihr am Ende der Nacht völlig entfremdet in euer verlottertes WG-Zimmer stolpert! Es gibt keine Ausreden – das einzige, was wir akzeptieren, ist eine „Moah war die Party geil, aber war’s wirklich diesen Kater wert?“-Kritik.

Kommt und feiert mit uns – alle Einnahmen helfen uns, weiterhin gegen den Normalzustand anzupöbeln! Das zumindest ist langfristig eine sinnvolle Investition und wir hängen – versprochen – die Bässe tiefer als die Profitrate.

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Neben der eigentlichen Party erwartet euch im Außenbereich auch unser Infostand und eventuell sogar eine kleine Leseecke, in der ihr euch unsere jüngst erschienene Broschüre „Geschichte. Gedenken. Ideologie. Eine Kritik anlässlich des 70. Jahrestags der Bombardierung Freiburgs.“ mal genauer anschauen könnt.

Wir freuen uns auf euch und auf eine gute Party!

6. Antifa-Kneipe: Vorstellung unserer Broschüre zum 70. Jahrestag der Bombardierung Freiburgs.

Facebook-Veranstaltung

Am Abend des 27. November 1944 erfolgte ein Luftangriff auf die Stadt Freiburg im Breisgau, bei dem knapp 2800 Menschen ums Leben kamen. Orientiert man sich an der gegenwärtigen Berichterstattung der führenden Freiburger Tageszeitung „Badische Zeitung“ oder am offiziellen Gedenkband „Dem Vergessen entreißen“, der vor kurzem anlässlich des 70. Jahrestages der Bombardierung im Rombach-Verlag erschien, drängt sich der Eindruck auf, die Bomben wären aus heiterem Himmel auf eine friedliche, vom Zweiten Weltkrieg gänzlich unberührte „Studenten- und Lazarettstadt“ gefallen.

Mit unserer Broschüre „Geschichte. Gedenken. Ideologie. Eine Kritik anlässlich des 70. Jahrestags der Bombardierung Freiburgs“ wollen wir den historischen und politischen Kontext der Bombardierung beleuchten sowie den aktuellen Freiburger und deutschen Gedenkdiskurs kritisieren.

Im Rahmen unserer 6. Antifa-Kneipe im White Rabbit am Montag, den 24. November wollen wir unsere Entstehungsgedanken für die Broschüre und die darin enthaltenen Thesen vorstellen. Außerdem warten einige Highlights aus der Freiburger Gedenkkultur auf Euch. Die Broschüre gibt es dann natürlich vor Ort auch gleich zum Mitnehmen.
Nach dem inhaltlichen Teil könnt ihr dann den Abend bei Musik gemütlich ausklingen lassen. Zudem haben wir auch wieder unseren Infotisch dabei, wo einige unserer Ansicht nach interessante Materialien ausliegen und die Möglichkeit der Kontaktaufnahme besteht.

White Rabbit
Montag, 24. November um 20 Uhr

Wir freuen uns über zahlreiches Kommen!