Archiv für Mai 2015

Vortrag von Tomasz Konicz: Flüchtlingselend und Systemkrise

Facebook-Veranstaltung

Ein Vortrag von Tomasz Konicz zu globalen Fluchtursachen im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Alles verändern“ und in Kooperation mit dem Rosa-Luxemburg-Club.
http://allesveraendern.noblogs.org/

Montag, 11. Mai um 20 Uhr
Achtung Raumänderung: Uni Freiburg KGI, HS 1108

Über 50 Millionen Flüchtlinge gibt es zurzeit auf der Welt; nach dem Zweiten Weltkrieg hat es nie mehr gegeben. Nur die wenigsten von ihnen schaffen es bis in unsere Breitengrade und noch viel weniger schaffen es überhaupt, der steigenden Zahl gewaltträchtiger Konflikte und der nicht-abnehmen-wollenden Armut zu entkommen.
Was es mit diesen Krisentendenzen weltweit – als den Hauptursachen für steigende Flüchtlingszahlen – auf sich hat und warum in diesem krisenhaften Zusammenhang brutalste Phänomene wie ISIS um sich greifen, wird uns Tomasz Konicz darlegen.

Tomasz Konicz ist freier Autor und Journalist aus Polen. Er schreibt regelmäßig für die Zeitschrift konkret und das Onlinemagazin Telepolis und war Mitherausgeber des im Herbst 2014 erschienenen eBooks „Wege aus dem Kapitalismus“ sowie alleiniger Herausgeber des eBooks „Krisenideologie. Wahn und Wirklichkeit spätkapitalistischer Krisenverarbeitung“, welches Ende 2013 erschien.
http://www.konicz.info/

Wir freuen uns über zahlreiches Kommen!

Alles verändern! Antikapitalistische Veranstaltungsreihe zum 1. Mai

Gemeinsame Veranstaltungsreihe der Gruppen Anarchistische Gruppe Freiburg, La Banda Vaga und Antifaschistische Initiative Freiburg zum 1. Mai 2015.
http://allesveraendern.noblogs.org

1.Die Welt heute
Nimmt man den 1. Mai, immerhin internationaler Kampftag der ArbeiterInnen, zum Anlass über die derzeitige Situation der Welt zu reflektieren, so scheint es zuerst schwer Positives zu entdecken. Noch immer erschüttert die kapitalistische Krise die meisten Staaten der Welt und da eine Wirtschaftskrise zuerst immer eine Krise im Leben der Lohnabhängigen ist, wird dies durch erhöhte Arbeitslosigkeit, sinkenden Löhne und Verelendung breiter Bevölkerungsschichten ersichtlich. Natürlich ist aber auch das Kapital von der Krise betroffen, auch dort gibt es „Verlierer“ die pleite gehen, aber eben auch viele Gewinner, sodass es zu einer verschärften Konzentration von Reichtum kommt. Es ist also kein Zufall, dass genau zum Zeitpunkt der Krise die Kluft zwischen Arm und Reich schockierend schnell wächst: Vom kommenden Jahr an werde das reichste Prozent der Weltbevölkerung mehr als die Hälfte des weltweiten Wohlstands besitzen, erklärte die Nichtregierungsorganisation Oxfam. Weil durch die fortschreitende Automatisierung der Produktion immer mehr Arbeit überflüssig wird, geraten weltweit die Löhne und Lebensbedingungen der ArbeiterInnen unter Druck. In Deutschland leben beispielsweise mehr als drei Millionen Menschen unterhalb der Armutsschwelle, obwohl sie erwerbstätig sind.
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