Archiv der Kategorie 'Allgemein'

18. Antifa-Kneipe: Den nationalen Konsens brechen! Gegen den AfD Bundesprogrammparteitag!

Gegen den Bundesparteitag der AfD!

Facebook-Veranstaltung

Informationen zu den Protesten am 30. April //
gemeinsam mit der Anarchistischen Gruppe Freiburg

Am 30. April hält die AfD in Stuttgart ihren Bundesprogrammparteitag ab. Beflügelt durch die jüngsten Wahlerfolge will sie in Stuttgart endlich ihr Parteiprogramm verabschieden – vor passender Kulisse: Stuttgart ist mit der homophoben und antifeministischen „Demonstrationen für Alle“ schon in der Vergangenheit ein beliebtes Reiseziel für AfD-AnhängerInnen gewesen.

Spätestens seit den Landtagswahlen am 13. März ist deutlich geworden, welche Dimension der Rechtsruck, den wir seit Monaten erleben, mittlerweile erlangt hat. In drei weiteren Landesparlamenten ist mit der selbsternannten „Alternativen für Deutschland“ ab sofort eine offen rassistische Partei mit
jeweils zweistelligen Wahlergebnissen vertreten.
Damit hat die rassistische, nationalistische und antifeministische Bewegung, die nicht nur für verbale Attacken gegen geflüchtete Menschen verantwortlich ist, sondern auch für zahlreiche Angriffe auf Geflüchteten-Unterkünfte, Brandstiftungen und Mordversuche, nun auch eine ernstzunehmende parlamentarische Vertretung. Schon länger ist die AfD das bundesweite Sprachrohr und organisatorische Rückgrat der „besorgten Bürger“ und selbsternannte „Pegida-Partei“. Ihr Ziel: ein Bündnis aus Mob und Elite, völkischem Denken und verrohter Bürgerlichkeit, aus Abschaffung
des Mindestlohns und Forderung nach Schießbefehl an der Grenze. Was sie schon geschafft haben: die Organisation des Mobs in Clausnitz und anderswo.

Am 30. April werden wir daher in Stuttgart gegen die geistigen Brandstifter auf die Straße gehen!
Am 11. April wollen wir uns über die geplanten Aktionen und die gemeinsame Anreise aus Freiburg austauschen. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Anarchistischen Gruppe Freiburg statt.

weitere Informationen:

ag-freiburg.org

nationalismusistkeinealternative.net/30april-stuttgart/

El Haso (neben dem White Rabbit Club)

Montag, 11.04.2016 um 20:30 Uhr (!)

Wir freuen uns über zahlreiches Kommen!

17. Antifa-Kneipe: „Das Volk will Frieden!“ Zur Kritik der Mahnwachen-Bewegung

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Vortrag von Laura-Luise Hammel mit anschließender Diskussion.

Anfang 2014 sorgte auf deutschen Marktplätzen und Online-Plattformen eine neue Soziale Bewegung für Aufsehen. Mit dem Leitthema der Forderung nach „Frieden“ befasste sie sich mit politischen und wirtschaftlichen Krisen, der Rolle der Medien aber auch mit allerlei esoterischen Themen. KritikerInnen werfen der Mahnwachen-Bewegung Verschwörungsmythologie, Antisemitismus und die Bildung einer neurechten Querfront vor.

Wie entstand die Bewegung? Wer sind ihre ProtagonistInnen, was treibt die AnhängerInnen an und was ist dran an den Vorwürfen?

Die Referentin hat Politikwissenschaft, Geschichte und Kulturanthropologie in Mainz studiert. In ihrer Magisterarbeit untersuchte sie das Sagbarkeitsfeld der Bewegung der Mahnwachen auf verschwörungsmythologische Muster und Anknüpfungspunkte zu bekannten antisemitischen und antiamerikanischen Ressentiments.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Hier gibt es das ganze Programm der Themenwochen: https://www.iz3w.org/news/internationale-wochen-gegen-rassismus-2016

El Haso (neben dem White Rabbit Club)

Montag, 05.10.2015 um 20:30 Uhr (!)

Wir freuen uns über zahlreiches Kommen!

Start der Kampagne: Rassismus, Nationalismus und Antifeminismus sind keine Alternative! Keine Stimme der AfD!

Keine Stimme der AfD!

Am 13. März 2016 stehen Landtagswahlen in Baden-Württemberg an. Auch für die Partei „Alternative für Deutschland“ stehen die Chancen nicht schlecht, erstmalig in den Landtag einzuziehen. Als neue politische Kraft stellt sich die AfD gerne als echte Alternative zu den etablierten Parteien dar. In ihrem Wahlprogramm spricht sie in beinahe apokalyptischem Duktus davon, dass Baden-Württembergs Zukunft durch die „verfehlte Eurorettungspolitik“(1), die „kopflose Energiewende“ und die „völlig verantwortungslose Asyl- und Flüchtlingspolitik“ gefährdet sei. Sie fühlt sich bedroht durch „grüne und rote Ideologen“ und einer „Allianz der Altparteien“, die das Land in den „kulturellen und ökonomischen Ruin“ treiben würden. Gegen den von ihr ausgemachten „rapiden Verfall der Demokratie und des Rechtsstaates“ postuliert sie „Freiheit und Selbstverantwortung, gesundes Selbstbewusstsein und Heimatliebe, direkte Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, ideologiefreien Realismus und ökonomische Vernunft, Bürgersinn und Tradition“. Doch hinter diesen Worthülsen verbirgt sich stramm rechtes Gedankengut. Die „Alternative für Deutschland“ ist eine rechtspopulistische Partei mit einer nationalistischen, rassistischen, antifeministischen, umweltfeindlichen und antisozialen Agenda. Damit ist sie keinesfalls eine Alternative zu den bestehenden Zuständen.

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16. Antifa-Kneipe: 5 Jahre „arabischer Frühling“ – Wohin steuert Syrien?

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Vortrag von Lars Stern mit anschließender Diskussion.

Nach den Aufständen in Tunesien, Ägypten und Libyen trugen die Menschen im Frühjahr 2011 auch in Syrien ihren Protest gegen die jahrzehntelange Herrschaft des Assad-Regimes auf die Straße. Entzündet hatte sich der Protest hier unter anderem an der Inhaftierung und Folterung von Jugendlichen, die beschuldigt wurden, regimekritische Graffitos gesprüht zu haben. Das Assad-Regime reagierte auf die aufkommende Bewegung mit ungeahnter Brutalität; es dauerte nur wenige Wochen, bis die syrischen „Sicherheitskräfte“ die syrische Variante des „arabischen Frühlings“ in einen blutigen Bürgerkrieg verwandelt hatten. Mittlerweile ist das Land in eine Vielzahl von Einflusszohnen zerfallen, über die Hälfte der syrischen Bevölkerung ist auf der Flucht.

Lars Stern vom Netzwerk Syrian Freedom wird über die Geschichte des Konflikts in Syrien und die aktuelle Situation vor dem Hintergrund des Kampfes gegen den „Islamischen Staat“ und den anstehenden Friedensverhandlungen in Genf sprechen und versuchen, einen Ausblick zu geben.

Nach dem Input gibt es Gelegenheit, die vorgestellten Thesen bei Bier, Mate oder Tee zu diskutieren.

15. Antifa-Kneipe: Eine Aktualisierung der Kritik des Gedenkens

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Vortrag der Antifaschistischen Initiative Freiburg mit anschließender Diskussion.

Den Versuch, die Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands vergessen zu machen oder doch zumindest den berühmten Schlussstrich zu ziehen, gibt es seit Jahrzehnten. Beispielhaft dafür stehen der bayrische Übervater Franz-Josef Strauß („Ein Volk, das diese wirtschaftlichen Leistungen vollbracht hat, hat ein Recht darauf, von Auschwitz nichts mehr hören zu wollen“, 1969) oder Martin Walsers Rede in der Paulskirche 1998 („ (…) daß sich in mir etwas gegen diese Dauerpräsentation unserer Schande wehrt“). Joachim Gauck, amtierender Präsident der BRD, hatte im März 2015 für die Einweihung einer Bürgerkriegsgedenkstätte in Peru derweil eine neue Botschaft im Gepäck: „Unsere Erfahrung hat unsere Nation nicht kaputt gemacht, sondern gestärkt. Man kann die Vergangenheit hinter sich lassen, ohne die begangenen Gräueltaten zu verstecken.“

70 Jahre nach Kriegsende scheint es gelungen, dem Gedenken an die Opfer einen Nutzen abzuringen: Erinnern? Ja! Aber bitte zum Wohle der Nation. Der Aufarbeitungsweltmeister feiert sein spätes Eingeständnis der Taten und verharrt dabei in Demutsgesten. Die Forderung ist nicht mehr, von Auschwitz nichts mehr zu hören, stattdessen fungiert die angeblich so vorbildliche Auseinandersetzung
der Deutschen mit den beangenen Verbrechen als Beweis der eigenen moralischen Überlegenheit.

Wir wollen uns am Beispiel des 2013 ausgestrahlten ZDF-Dreiteilers „Unsere Mütter, unsere Väter“ und der staatlichen Erinnerungspolitik der „Supergedenkjahre“ 2014 und 2015 diesen politischen Dimensionen des Erinnerns und Gedenkens in der Gegenwart nähern.

Nach dem Input gibt es Gelegenheit, die vorgestellten Thesen bei Bier, Mate oder Tee zu diskutieren.