Archiv der Kategorie 'Allgemein'

14. Antifakneipe: Die globalen Fluchtbewegungen, der Kapitalismus in der Krise und was zu tun wäre

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Facebook-Veranstaltung

Vortrag der Antifaschistischen Initiative Freiburg mit anschließender Diskussion.

Gegenwärtig sind weltweit über 50 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, politischer Verfolgung und Armut – so viele wie seit Ende des 2. Weltkriegs nicht mehr. Das Thema dominiert die mediale Berichterstattung. Etwa eine Million Menschen werden dieses Jahr voraussichtlich Asyl in der BRD beantragen. Europa reagiert auf diese Bewegungen seit Jahren mit Abschottung. Die tausenden Toten, die auf der Überfahrt über das Mittelmeer jährlich sterben, sind den EU-Staaten und ihren Regierungen nicht nur herzlich egal – sie sind ein willkommenes Mittel einer perfiden Abschreckungspolitik. Anstatt sichere Fluchtwege zu öffnen, reagiert Deutschland, das in den Medien gern als großzügig und aufnahmebereit dargestellt wird, mit einer massiven Verschärfung des Asylrechts: Geplant sind verlängerte Zwangsaufenthalte in Erstaufnahmeeinrichtungen (und damit einher gehende Arbeitsverbote), die Streichung von Geldleistungen, die ohnehin schon unter Hartz 4-Niveau lagen, und ein (weiterer) Ausschluss Geflüchteter von der Gesundheitsversorgung.

Doch warum nehmen so viele Menschen das Risiko der Flucht auf sich? Warum ausgerechnet jetzt? Dieser Frage wollen wir in unser Antifa-Kneipe nachgehen. Im Laufe des Vortrags wollen wir aufzeigen, wie die Fluchtursachen im Zusammenhang mit der Dauerkrise des Kapitalismus seit 2008/09 stehen. Wir wollen allgemeinverständlich skizzieren, warum der Kapitalismus in der Krise steckt und wie diese Miesere Menschen zur Flucht zwingt. Wir treten für eine systematische Kritik des Kapitalismus ein, die sich nicht an Sündenböcken (gierige Banker, faule Griechen) oder einzelnen Phänomenen (Zinsen, Wachstum) abarbeitet. Es gilt, das gesamte System in Frage zu stellen.

Der Vortrag richtet sich (auch) an „Einsteiger*innen“. Wir freuen uns auf Euer Kommen und darauf, anschließend mit Euch über die sicher nach dem Vortrag offen bleibenden Fragen bei Bier, Mate oder Tee zu diskutieren.

El Haso (neben dem White Rabbit Club)

Montag, 02.11.2015 um 20.00 Uhr

Wir freuen uns über zahlreiches Kommen!

13. Antifakneipe: Die ‚BEA‘ in Freiburg und das System der Sammelunterkünfte für Refugees in Deutschland

13. a kneipe

Vortrag von No Lager Freiburg und der AIF mit anschließender Diskussion.

Seit Anfang September ist die ‚Bedarfsorientierte Erstaufnahmestelle‘ (BEA) in der Lörracher Straße geöffnet. Aktivist*innen des Bündnisses No Lager Freiburg haben am Tag der Eröffnung auf einem brachliegenden Gelände gegenüber ein „Willkommenszelt“ aufgebaut. Das Gelände wurde vier Tage lang rege als Anlaufstelle für Geflüchtete, Anwohner*innen, Interessierte und Aktivist*innen genutzt, bis die Polizei das Eigentumsrecht mal wieder über ein solidarisches Miteinander setzte und das Gelände räumte.
Seither ist das Bündnis No Lager Freiburg mit einem Infostand neben der BEA präsent.

No Lager Freiburg beschränkt sich dabei nicht auf Information und Humanitäres: Das Bündnis will explizit eine politische Kritik von Erstaufnahmelagern in den Mittelpunkt rücken.

Gemeinsam mit No Lager Freiburg wollen in unserer 13. Antifa-Kneipe über den aktuellen Stand in Freiburg und das System der Unterbringung Geflüchteter in Deutschland allgemein informieren, über das System der Massenunterbringung Geflüchteter diskutieren und uns vernetzen, um die Solidarität mit den Geflüchteten praktisch werden zu lassen.

Mehr über No Lager Freiburg: nolagerfreiburg.blogsport.de

El Haso (neben dem White Rabbit Club)

Montag, 05.10.2015 um 21.00 Uhr (!)

Wir freuen uns über zahlreiches Kommen!

12. Antifakneipe: Jörg Huber: Fracking – Was kommt da alles hoch?

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Facebook-Veranstaltung

Vortrag von Jörg Huber:

Die politische Ökologie steht auf irrationalem Grund

Von apo­ka­lyp­ti­schen öko­lo­gi­schen War­nun­gen geht eine ste­ti­ge An­zie­hungs­kraft aus. Sie klin­gen pro­phe­tisch, stützen sich je­doch zu­gleich immer auf wis­sen­schaft­lich begrün­de­te Pro­gno­sen. Öko­lo­gi­sche Dis­kus­sio­nen sind nicht ohne an­ge­dreh­te Auf­re­gung aber eben auch nicht ohne de­tail­rei­ches Ex­per­ten­wis­sen vor­stell­bar. Diese Mi­schung aus teils ar­chai­schen, teils hoch­mo­der­nen Kon­zepten zeigt sich ak­tu­ell in der Dis­kus­si­on über die Me­tho­de Fracking.

Da in dieser De­bat­te, wie bei allen anderen Umweltfragen, tat­säch­li­che Pro­ble­me eine Rolle spie­len, las­sen sie sich nicht als ein­fach nur hys­te­risch abtun, wie das ge­ra­de von markt­li­be­ra­ler Seite gern ge­schieht. Denn der Li­be­ra­lis­mus will aus Prin­zip von mög­li­chen Gren­zen der Pro­duk­tiv­kräf­te über­haupt nichts wis­sen, mehr als das Ma­te­ri­al für das Ka­pi­tal war Natur für ihn noch nie. Wegen ihrer wis­sen­schaft­li­chen Ar­gu­men­ta­ti­on muss die Fun­die­rung öko­lo­gi­scher For­de­run­gen aber bei jedem Thema neu be­ur­teilt wer­den, um zwi­schen rea­li­täts­ge­rech­ten Ein­sicht und wis­sen­schaft­lich et­ti­ke­tier­tem Aber­glau­ben zu un­ter­schei­den.

Der ak­tu­ell ver­stärkt pro­pa­gier­te Traum einer nach­hal­ti­gen Pro­duk­ti­on, die unter Ein­satz spar­sa­mer ky­ber­ne­ti­scher Me­tho­den ein har­mo­ni­sches Gleich­ge­wicht im Schoß von Mut­ter Natur er­mög­li­chen soll, ist wenig mehr als die kit­schi­ge Pro­jek­ti­on ak­tu­el­ler ge­sell­schaft­li­cher Zu­stän­de. Öko­lo­gi­sches Pro­blem­be­wusst­sein speist sich we­sent­lich aus ver­scho­be­ner Kri­sen- und Ab­stiegs­angst. Der Sehn­sucht nach einem or­ga­ni­schen Ein­klang mit der Natur ent­spricht daher eine Theo­rie­ent­wick­lung, die gegen alle Ver­nunft davon aus­geht, dass der Ka­pi­ta­lis­mus sich in ein so­wohl öko­lo­gisch wie auch so­zi­al durch­ge­re­gel­tes Kreis­lauf­sys­tem ver­wan­deln ließe. Das ist nicht nur logisch un­mög­lich, son­dern auch Indiz für den völ­li­gen Zer­fall bür­ger­li­cher Hoff­nun­gen. Das öko­lo­gi­sche Den­ken er­klärt die pure Selbst­er­hal­tung, die Si­che­rung ihrer blo­ßen Exis­tenz zum we­sent­li­chen Ziel der Ge­sell­schaft.

Seine Kritik der politischen Ökologie möchte der Referent nicht nur an der „Fracking“-Debatte veranschaulichen, sondern auch an der „grünen Stadt“ Freiburg und der politischen Irrationalität der Grünen, die gewisse Ähnlichkeiten zum Wahn des ökologischen Denkens aufweist.

Jörg Huber ist Physiker und Publizist.
http://joerghuber.net

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Referat gegen Faschismus des Asta der Uni Freiburg statt.

White Rabbit

Montag, 27.07.2015 um 20.00 Uhr

Wir freuen uns über zahlreiches Kommen!

Interview mit Radio Dreyeckland anlässlich der Griechenland-Soli-Demo am 3. Juli 2015

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Ein Nachtrag zur Griechenland-Soli-Demo:

Ein Beitrag von Radio Dreyeckland inklusive einem kurzen Interview mit einem unserer Mitglieder:

Radio Dreyeckland: Solidarität mit den Menschen in Griechenland!

Solidarität mit den Streikenden bei der Post!

Solidaritätsbekundung anlässlich des Streiks der Post AG

Die Belegschaft der Post ist mittlerweile in der 4. Woche im unbefristeten Streik. Dass sich in letzter Zeit vermehrt Arbeiter*innen auch mit Streiks für die Verbesserung ihrer Lage einsetzen, wie etwa auch die Lokführer*innen der GDL oder die Arbeiter*innen bei Amazon, ist eine begrüßenswerte Entwicklung und eine angenehme Unterbrechung des tristen kapitalistischen Alltags.

Konkret geht es in diesem Streik darum, dass die Post ohne Absprache mit den Gewerkschaften 49 Regionalgesellschaften („Delivery GmbHs“) gegründet hat, in denen die Arbeiter*innen rund 20% weniger Lohn erhalten als ihr Kolleg*innen bei der Post AG. Die Gewerkschaften fordern, diesen Schritt rückgängig zu machen.

Gleichzeitig darf nicht vergessen werden, dass das Problem nicht allein die Lohnpolitik der Post (oder gar deren „Gier“) ist, sondern der Kapitalismus – ein Wirtschaftssystem, in dem Nichts produziert wird, um menschliche Bedürfnisse zu befriedigen, sondern alles der herrschenden Verwertungslogik unterworfen wird.

Wir solidarisieren uns mit den Zielen des Streiks bei der Post und wünschen den Streikenden viel Kraft und Durchhaltevermögen! Zeigt euch solidarisch und besucht die Streikenden im Briefzentrum in Freiburg-Hochdorf!

Einen Einblick in die Lage der Beschäftigten bei der Post und die illegalen Praktiken, mit denen die Post die Streikenden kleinzukriegen versucht, vermittelt dieses Interview bei Radio Dreyeckland: https://rdl.de/beitrag/poststreik-arbeits-und-lebensbedingungen-aller-besch-ftigten-bedroht-post-dr-ngt-auf

Antifaschistische Initiative Freiburg, Juli 2015
aif.blogsport.de